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Europas Flughafenregeln fuer Fluessigkeiten aendern sich

Europas Flughafenregeln fuer Fluessigkeiten aendern sich
Foto: Pascal Meier

Die bekannte Flughafenroutine mit Shampoo, Sonnencreme und Kosmetik in winzigen Reisegroessen koennte sich an einigen europaeischen Flughaefen langsam aendern. Neue CT-Sicherheitsscanner koennen Handgepaeck genauer pruefen und machen es an bestimmten Kontrollstellen moeglich, Fluessigkeitsbehaelter von bis zu zwei Litern mitzunehmen. Das bedeutet aber nicht, dass die 100ml-Regel verschwunden ist. Fuer Reisende ist vor allem wichtig: Die Regeln sind nicht an jedem Flughafen gleich und koennen sogar je nach Terminal unterschiedlich sein.

Warum sich die Regeln aendern

Der Wandel haengt mit moderneren Gepaeckscannern zusammen, die oft als C3- oder CT-Scanner bezeichnet werden. Diese Geraete erzeugen dreidimensionale Bilder des Handgepaecks und geben dem Sicherheitspersonal einen genaueren Blick auf den Inhalt der Tasche.

Wenn die Technik installiert, geprueft und genehmigt ist, kann die Sicherheitskontrolle deutlich unkomplizierter werden. Fluessigkeiten duerfen dann an bestimmten Orten in groesseren Behaeltern mitgenommen werden, und Laptops oder Tablets muessen nicht immer aus der Tasche genommen werden.

Fuer Passagiere bedeutet das weniger Wannen, weniger Umpacken und oft weniger Stress an der Kontrolle. Fuer Flughaefen kann das Verfahren effizienter werden, sobald die Systeme vollstaendig im Einsatz sind.

Die 100ml-Regel gilt an vielen Orten weiter

Das groesste Risiko besteht darin, anzunehmen, dass die gelockerte Regel schon ueberall in Europa gilt. Das ist nicht der Fall.

An vielen Flughaefen sind Fluessigkeiten weiterhin auf Behaelter mit maximal 100ml beschraenkt, meist in einem transparenten Ein-Liter-Beutel. Das bleibt die sicherste Grundannahme, wenn die Regeln am Abflughafen nicht eindeutig sind.

Selbst innerhalb eines Landes kann die Umsetzung unterschiedlich sein. Ein Flughafen nutzt die neuen Scanner vielleicht schon, ein anderer wartet noch auf Freigabe, und ein grosser Flughafen kann je nach Terminal oder Kontrollpunkt verschiedene Regeln anwenden.

Es handelt sich also noch nicht um eine einheitliche europaeische Aenderung, sondern um eine schrittweise Einfuehrung von Flughafen zu Flughafen.

Flughaefen mit gemeldeten Lockerungen

Laut den Notizen auf Basis von The Portugal News zaehlen zu den Flughaefen, an denen Fluessigkeitsbehaelter von bis zu zwei Litern erlaubt sein sollen:

  • Rom Fiumicino
  • Wien
  • Dublin
  • Billund
  • Malta
  • Palma de Mallorca
  • Krakau
  • Mehrere Flughaefen im Vereinigten Koenigreich

Das Beispiel Spanien zeigt, warum Reisende vorab genau pruefen sollten. Palma de Mallorca gehoert zu den Flughaefen, an denen das System als voll einsatzbereit gemeldet wird, waehrend Malaga nur eine begrenztere Umsetzung hat und andere grosse spanische Flughaefen weiterhin die traditionellen Beschraenkungen anwenden.

Das ist besonders wichtig, wenn man in Spanien umsteigt oder von einem anderen Flughafen zurueckfliegt als beim Hinflug.

Rueckfluege koennen zur Falle werden

Die neuen Regeln sind praktisch, koennen aber auch eine einfache Falle schaffen. Man kann von einem Flughafen abfliegen, an dem eine normale Flasche Shampoo, Sonnencreme oder Parfum durch die Kontrolle kommt, und von einem anderen Flughafen zurueckreisen, an dem weiterhin die 100ml-Grenze gilt.

In diesem Fall kann ein Produkt, das beim Hinflug erlaubt war, vor dem Rueckflug einbehalten werden, wenn es die lokale Regel nicht erfuellt.

Auch Umsteigeverbindungen koennen zum Problem werden. Wer waehrend eines Transfers erneut durch die Sicherheitskontrolle muss, ist an die Regeln des Umsteigeflughafens gebunden. Eine Fluessigkeit, die an einem Flughafen akzeptiert wurde, muss am naechsten Kontrollpunkt nicht automatisch erlaubt sein.

Im Moment ist es daher am sichersten, alle Flughaefen der Reise zu beruecksichtigen, nicht nur den ersten.

Was man vor der Reise pruefen sollte

Bevor die kleinen Reisebehaelter zu Hause bleiben, sollte man die offiziellen Sicherheitsinformationen fuer diese Punkte pruefen:

  • Den Abflughafen.
  • Jeden Umsteigeflughafen, an dem erneut eine Sicherheitskontrolle moeglich ist.
  • Den Rueckflughafen.
  • Das genaue Terminal, falls der Flughafen terminalspezifische Regeln veroeffentlicht.

Auch die Hinweise der Fluggesellschaft koennen helfen, entscheidend sind an der Kontrolle aber meist die Regeln des Flughafens. Die Airline erklaert oft die allgemeine Linie, waehrend der Flughafen festlegt, was am Kontrollpunkt tatsaechlich akzeptiert wird.

Wenn die Informationen unklar sind, sollte man so packen, als gelte die 100ml-Regel weiterhin. Das ist weniger bequem, verhindert aber den Verlust von Produkten bei der Sicherheitskontrolle.

Was sich fuer Pflegeprodukte und Elektronik aendert

Fuer viele Reisende liegt der groesste Vorteil im einfacheren Packen. Wenn der Flughafen das neue System zulaesst, koennen Pflegeprodukte, Sonnencreme, Kosmetik oder Kontaktlinsenloesung moeglicherweise in normaler Groesse im Handgepaeck bleiben.

Die Technik kann auch die Trennung von elektronischen Geraeten verringern. An entsprechend ausgestatteten Kontrollen duerfen Laptops, Tablets und Fluessigkeiten oft in der Tasche bleiben. Das beschleunigt den Ablauf besonders fuer Familien, Geschaeftsreisende und alle, die mehrere Geraete dabeihaben.

Trotzdem sollten Reisende am Reisetag den Anweisungen vor Ort folgen. Das Sicherheitspersonal kann auch bei neuen Scannern verlangen, dass bestimmte Gegenstaende herausgenommen werden, vor allem waehrend Uebergangsphasen.

Wie man in dieser Phase am besten packt

Bis die Einfuehrung einheitlicher ist, bleibt Flexibilitaet die beste Strategie.

Wer Aufgabegepaeck hat, sollte groessere Fluessigkeiten dort verstauen und im Handgepaeck nur das Noetigste mitnehmen. Wer nur mit Handgepaeck reist, sollte 100ml-Behaelter nutzen, sofern nicht alle relevanten Flughaefen groessere Fluessigkeiten bestaetigen.

Bei Sonnenzielen verdient Sonnencreme besondere Aufmerksamkeit. Sie wird bei der 100ml-Regel leicht uebersehen und ist gleichzeitig eines der wichtigsten Produkte direkt nach der Ankunft.

Fuer kurze Staedtereisen bleibt der transparente Beutel mit kleinen Flaschen oft die einfachste Option. Fuer laengere Reisen koennen die gelockerten Regeln helfen, aber nur, wenn auch die Rueckreise unter denselben Bedingungen funktioniert.

Fazit

Europas Regeln fuer Fluessigkeiten im Handgepaeck werden dort lockerer, wo genehmigte CT-Scanner bereits im Einsatz sind. Das ist eine gute Nachricht fuer Reisende, aber noch keine allgemeine Regel.

Bis auf Weiteres sollte die 100ml-Grenze als Standard gelten, sofern die genauen Flughaefen und Terminals der Reise nicht etwas anderes bestaetigen. Das neue System kann die Sicherheitskontrolle vereinfachen, doch die kleinen Reiseflaschen sind noch nicht ganz ueberfluessig.

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